6. Irrlichter (1903)
Das kleinformatige Gemälde namens Irrlichter wurde im Frühjahr 1903 das erste Mal präsentiert, jedoch wurden die ersten Skizzen (1898) für die Entwürfe von den anderen bekannten Werken, „Beethovenfries“ und „Medizin“ gehalten, was gar nicht so falsch ist, da Klimt diese Werke als Ausgang nahm und sie gelegentlich „entfaltete“. Das Bild war der Forschung jahrzehntelang nicht zugänglich und wurde erst 1989 wiederentdeckt. Es wird als Fantasieszene bezeichnet, obwohl es auch reale Figuren enthält, wie die Frauen an der rechten Seite des Bildes. Eine davon hat weißen Teint, stark geschminkte Lippen und eine üppige schwarze Haarpracht. Bei anderen sieht man alle möglichen Rot und Orange Schattierungen. Eine vierte Frau ist in voller Nacktheit, mit einer Hand an der Brust dargestellt. Zwischen den Frauen sind helle Lichtpunkte. Die linke Bildhälfte hingegen wurde frei gelassen. Der Name des Bildes, Irrlichter, war damals die Bezeichnung für böse Geister, welche die Reisenden in die Irre führen sollten.
Musik Jean-Philippe Goude
Gedicht: Clara Müller-Jahnke
Sprecherin: Sarah Schmiele
Choreographie: Franziska Meuser (StudioPeri)
es tanzen die Tänzerinnen der Company PERI
