3. Nuda Veritas (1899)

Gustav Klimt war seit 1897 erster Präsident der Wiener Secession und eine ihrer Gallionsfiguren, als er sein Bild Nuda Veritas 1899 zum ersten Mal ausstellt.
Das Gemälde ist ein Plädoyer für die Wahrhaftigkeit in der Kunst, also eine kompromisslose künstlerische Darstellung. Klimt reagiert mit diesem Werk auf das ihm in der Öffentlichkeit entgegenschlagende Unverständnis. Als sprichwörtliche „nackte Wahrheit“ tritt  die lebensgroße Aktfigur vor ihre Betrachter*innen und fordert diese in ungeschützter Frontalität heraus, in dem sie ihnen einen Spiegel entgegenhält. „Erkenne dich selbst“, scheint sie einzufordern, und Klimt krönt sie mit einer Sentenz aus Friedrich Schillers „Xenien“: „KANNST DU NICHT ALLEN GEFALLEN DURCH DEINE THAT UND DEIN KUNSTWERK – MACH ES WENIGEN RECHT. VIELEN GEFALLEN IST SCHLIMM“.

Musik: Arrigo Boito

Choreographie: Johan Plaitano (Das Ballett / Oper Halle)

es tanzt Paulina Brunner (Company PERI)